Null und Schmalspur Ausstellung Stadtoldendorf


Helmut Walter hat die Stadtoldendorfer Gipsbahn gebaut.

Bereits 1864 gab es in Stadtoldendorf vier Gipswerke.
Davon lagen drei in der Nähe der Steinbrüche und eins in der Nähe des Bahnhofs, allerdings ca. 50m tiefer.
Schon 1893 richtet man zunächst eine mit Pferden betriebene Bahn ein.
Diese Bahn diente dem Transport des Gesteins, des zur Gipsherstellung nötigen Brennstoffs Kohle und zum Abtransport der meist in Säcken verpackten Fertigprodukte.
Ab 1903 wurde die Industriebahn mit Lokomotiven mit einer Spurweite von 900mm betrieben.
Die Bahn war über einen Bremsberg auch an das Ladegleis an der Staatsbahn angeschlossen.
Während die anderen Werke schon in den dreißiger Jahren LKW zum Transport einsetzten, blieb die Fa. Dr. Karl Würth der Bahn bis 1960 treu.
Zum Einsatz kamen zweiachsige Dampf- und Diesellokomotiven verschiedener Hersteller sowie stählerne Kipploren, Kastenkipper aus Holz und Flachwagen mit Stirnbordwänden zum Transport der Sackware.
Auch einige gedeckte Loren zum Transport von Stuckgips zum Awallitwerk gehörten zum Fuhrpark.

Mit dem Bau des Modells im Maßstab 1:45 hat Helmut Walter 2002 begonnen.
Der Maßstab wurde gewählt, weil passende Modelle von Fleischmann Magic-Train und Bachmann zur Verfügung standen.
Allerdings ist dadurch die Spurweite etwas zu gering (760mm statt 900mm).
Alle Gebäude auf den zwölf Segmenten der Gipsbahn entstanden nach den entsprechenden Vorbildern im Eigenbau, wobei für Fenster, Türen, Mauerwerk und Dächer teilweise auch handelsübliches Material verwendet wurde.
Die Wände der Gebäude bestehen meistens aus dem Architekturkarton Depafit.
In dieses Material lässt sich nach Abziehen der Papierkaschierung das Mauerwerk bzw. das Fachwerk eingravieren.
Ohne Bearbeitung hat das Kunststoffmaterial eine putz- oder betonähnliche Struktur.
Die Felsen wurden mit Gips geformt.
Für die übrige Landschaftsgestaltung hat er meist auf Material von Heki – Fliese, Matten, Bäume – aber auch andere Materialien, wie zum Beispiel ausgesiebte Sande und Erden zurückgegriffen.


Währendein leererAbraumzug auf Abfahrt wartet, nähert sich von hinten ein Zug mit Kastenkippern.


Das Mannschaftshaus, im Betrieb auch Frühstücksbude genannt, diente den Arbeitern im Steinbruch als Aufenthaltsraum.


Blick in die Werkstatt.


Kleiner Laden im Bereich Mühlenanger.


Die kleinen Zuschauer bestaunen die "Holzmacher".


Kleingarten an der Gipsbahn.


Die Anlage wird von diesen sechs Personen bedient.


Zum Gleisplan
Das Arrangement „Stadtoldendorfer Gipsbahn plus“ setzt sich zusammen aus:
Der Gipsbahn (im Plan rot umrandet)..

Der Calenberger Industriebahn (im Plan grün).
Mehr über die Calenberger Industrie Bahn von Helmut Walter gibt es hier zu sehen.

Dem Anschlussgleis der North German Timber Control Commission (NGTC) (blau).
Mehr über die North German Timber Control Commision von Karl-Heinz Schneider gibt es hier zu sehen.
Zur Zeit ist eine Erweiterung des NGTC-Zweiges im Bau. Gipsbahn und Industriebahn können auch getrennt betrieben werden.


Zur Stadtoldendorfer Gipsbahn plus ist 2017 ein Buch mit dem Titel „Die Stadtoldendorfer Gipsbahn und ihr Vorbild“ erschienen.
Auf 48 Seiten und mit über 130 Fotos und Zeichnungen werden die Geschichte des Vorbilds sowie der Bau und die Gestaltung der drei Anlagenteile gezeigt.
Das Buch ist für 17,00 € plus Versand erhältlich.


Wer sich noch näher mit dem Vorbild befassen möchte, der sei auf „Die Gipsbahn“ aus der Schriftenreihe Stadtoldendorfer Chronik hingewiesen.
Das Heft, von dem nur noch einige Restexemplare verfügbar sind, ist für 7,00 € plus Versand erhältlich.

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Zu sehen auf der NuSSA 2020, der Null- und Schmalspurausstellung
am 7. und 8. März 2020 in Stadtoldendorf,
Yorckstraße 10.
Sa: 10:00-17:00, So: 10:00-15:00

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